Testaufgaben zur Sprachgeschichte des Deutschen

 

§       Wählen Sie die richtige Periodisierung der deutschen Sprachgeschichte:

 

Ahd.

Mhd.

Fnhd.

a) 6000-900

900-1200

1200-1500

b) VIII-1050

1050-1350

1350-1650

c) VII-XII

XIII-1540

1450-XVIII

 

§       Welche ahd. Mundarten werden als Oberdeutsch bezeichnet:

 

a)   Alemannisch, Bairisch; Süd- und Ostfränkisch;

b)  Rheinfränkisch, Mittelfränkisch;

c)   Niedersächsisch, Thüringisch, Hessisch;

 

§       Wann und in welchen Mundarten begann die 2. Lautverschiebung:

 

a) Im 5./6. Jh. im Bairischen und Alemannischen;

b) Im 8./9. Jh. im Süd- und Ostfränkischen;

c) Im 7. Jh. im Hessischen und Thüringischen.

d) Ihre Antwort

 

§       Geben Sie die richtigen Korrelationen an:

 

Germanisch                                   Þ                     Ahd.

 

a) p, t, k

b, d, g

b) p, t, k

ff(f), zz(z), hh(h)

c) p, t, k

pf, tz, kch

d) b, d, g

p, t, k

e) b, d, g

f, s, h

 

§       Welche Art des Vokalwechsels ist in den folgenden ahd. Beispielen vertreten:

 

slahan - slehit

gast - gesti

alt - eltiro

 

a)   Primärumlaut

b)  Sekundärumlaut

c)   Brechung

d)  Ahd. Monophtongierung

 

§       Welche Gruppen von neuen Mundarten erschienen in der mittelhochdeutschen Periode:

 

a)    Niederfränkisch

b)  Ostniederdeutsch

c)   Niedersächsisch

d)  Ostmitteldeutsch

 

§       Welche Kasus gab es im Ahd.?

 

a)   Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ, Vokativ

b)  Nominativ, Genitiv, Dativ, Instrumental (teilweise), Akkusativ

c)   Nominativ, Genitiv, Dativ, Lokativ, Akkusativ

 

§       In welcher Periode entstanden die folgenden nhd. Suffixe: -heit; -tum; -bar?

 

a)   im Ahd.

b)  im Mhd.

c)   im Fnhd.

 

§       Welche Neuerungen im Vokalismus sind für das Fnhd. zu verzeichnen?

 

a) î  > ei

û   >  au

iu >  eu

ou  > au

b) a > eu

au  > uo

ô  > uo

ei   >  î

c) e > ie

û    > uo

ei  > e

au   > o

§       In welcher Periode formierte sich der relative Gebrauch der Zeitformen des Verbs:

 

a)   im Ahd.

b)  im Mhd.

c)   im Frnhd.

 

§       Wählen Sie die anerkannteste Periodenabgrenzung fürs Mhd.:

 

a)   1200 – 1300

b)  1050 – 1350

c)   1050 – 1500

 

§       Ist das „klassische“ Mhd. Sprache

 

a)   der Mystiker

b)  des Epos

c)   der ritterlichen Dichtung

d)  der Kanzlei

 

§       Bestimmen Sie den Sekundärumlaut:

 

a)   geste

b)  nehte

c)   hende

 

§       Welche Konsonanten entstanden im Mhd.

 

a)   [ts]

b)  [z]

c)   []

d)  [s]

 

§       Welche Wortart besaß im Ahd. den Dual:

 

a)   das Substantiv

b)  das Verb

c)   das Adjektiv

d)  keine

§       Bestimmen Sie die richtigen Kombinationen für die Deklination der Adjektive:

 

a)   starke oder nominale;

b)  schwache oder nominale;

c)   starke oder pronominale;

d)  schwache oder pronominale;

 

§       Bestimmen Sie den zeitlichen Rahmen für die „zweite lateinische Welle“:

 

a)   500 – 800 n. Chr.

b)  50 v. Chr. – 500 n. Chr.

c)   Ende des 15 Jh. – 16. Jh.

 

§       Welche Germanen werden als „Elbgermanen“ bezeichnet:

 

a)   Goten, Vandalen, Burgunden;

b)  Baiern, Alemannen, Thüringen, Langobarden;

c)   Franken; Sachsen; Angeln; Friesen.

 

§       Wer hat das Frankenreich gegründet?

 

a)   Karl der Große

b)  Chlodwig

c)   Wulfila

d)  Notker Labeo

 

§       Was war Notker Labeo (10. - 11 Jh.)?

 

a)   Mönch und Klosterlehrer;

b)  Pholosoph;

c)   Ritter;

d)  Keiser

 

§       Welche ahd. Vokale sind als „kurze Vokale“ zu bezeichnen?

a)   Vokale mit Zirkumflex;

b)  Vokale ohne Zirkumflex,

c)   Vokale in geschlossenen Silben.

§       In welchen Wortpaaren findet grammatischer Wechsel statt?

 

a)   lang – lengiro;

b)  kiosanwählen“ – kuriwahl“;

c)   elilentiellenti.

 

§       Welche(r) Kasus war im Ahd. viel mehr gebräuchlich im Vergleich zum Nhd.

 

a)   Nominativ;

b)  Genitiv;

c)   Dativ;

d)  Akkusativ.

 

§       Welche Tempora besaß das ahd. Verb?

 

a)   Präsens, Präteritum, Perfekt;

b)  Präsens; Präteritum; Futurum;

c)   Präsens, Präteritum;

d)  Präsens, Perfekt, Plusquamperfekt.

 

§       Für welche Periode der deutschen Sprachgeschichte ist die Konsonantenhäufung charakteristisch?

 

a)   Ahd.

b)  Germ.

c)   Frnd.

d)  Mhd.

 

§       Wer wollte die Kleinschreibung der Substantive einführen?

 

a)   J.Grimm;

b)  Siebs;

c)   Adelung;

d)  Duden.

 

§       Welcher Stamm spielte die führende Rolle bei der Herausbildung der deutschen Nationalität:

 

a)   die Alemannen;

b)  die Sachsen;

c)   die Franken;

d)  die Langobarden.

 

§       Wer erhielt nach der Aufteilung des karolingischen Großreiches das Westfränkische Reich (das spätere Frankreich)?

 

a)   Karl der Kahle;

b)  Chlodwig;

c)   Karl der Große;

d)  Alexander der Erste.

 

§       Wann wurde das karolingische Grossreich aufgeteilt?

 

a)   814;

b)  843;

c)   773;

d)  770.

 

§       Die ersten „deutschen“ Sprachdenkmäler waren:

 

a)   Glossare;

b)  Evangelienharmonie;

c)   Merseburger Zaubersprüche;

d)  Tatian und Wessobrunner Gebet.

 

§       Die Territorialdialekte des Herzogtums Schwaben erschreckten sich über das heutige:

 

a)   Hessen;

b)  Baden-Württemberg;

c)   Schleswig-Holstein;

d)  Sachsen-Anhalt.

 

§       Unter westgerm. Gemination versteht man:

 

a)   Verschiebung von p, t, k zu Affrikaten;

b)  Verschiebung von b, d, g zu p, t, k;

c)   Verdoppelung eines Konsonanten durch unmittelbar folgendes j;

d)  Verdoppelung eines Konsonanten nach den unbetonten Silbenvokalen.

 

§       Die zweite Lautverschiebung hat im 5 – 6. Jh. betroffen:

 

a)   Mitteldeutsch;

b)  Oberdeutsch;

c)   Niederdeutsch;

d)  Ostmitteldeutsch.

 

§       ahd. elilenti > ellenti. Das ist ein Beispiel für die:

 

a)   Gemination durch Assimilation;

b)  Gemination durch Vokalausfall;

c)   Gemination durch die ahd. Lauverschiebung;

d)  Gemination durch die 1. Lautverschiebung.

 

§       Als faringal werden bezeichnet:

 

a)   h, w;

b)  l, r;

c)   h;

d)  [pf], [ts], kh.

 

§       Bestimmen Sie Vokalharmonie:

 

a)   ahd. gast – pl. gesti;

b)  got. her ahd. hiar;

c)   ahd. erdaahd. irdisc.

 

§       Für den Begriff „Vokalharmonie“ ist synonymisch:

 

a)   Brechung;

b)  Ablaut;

c)   Sekundärumlaut;

d)  Ahd. Monophtongierung.

 

§       Unter Primärumlaut versteht man:

 

a)   Hebung oder Senkung der Stammsilbenvokale unter dem Einfluss der Vokale der nachfolgenden Silben;

b)  Das Nichteintreten des Umlauts im Präteritum langwurzliger jan-Verben;

c)   Die Umwandlung von kurzem a zu e;

d)  Die Umwandlung von langem a zu e.

 

§       Die Länge der Vokalphoneme wurde im Ahd. durch ___wiedergegeben:

 

a)   Zirkumflex;

b)  Verdoppelung, Zirkumflex, Akut, Strich;

c)   Es gab keine langen Vokale;

d)  Akut, Strich.

 

§       Zur welchen Ablautreihe gehört das Verb bintan-bintu-bant-buntun-gibuntan

 

a)   3a;

b)  4;

c)   3b;

d)  2a.

 

§       Welche Struktur haben die ahd. Verben im Präsens:

 

a)   Wurzelmorphem + Flexion;

b)  Wurzelmorphem + t + Flexion;

c)   Wurzelmorphem + Themavokal + Flexion;

d)  Wurzelmorphem + n + Flexion.

 

§       Das Verb magan (mugan) gehört zu den:

 

a)   athematischen Verben;

b)  Präterito-Präsentien;

c)   starken Verben;

d)  unregelmäßigen Verben.

 

§       Athematisch sind Verben, die:

 

a)   die Flexionsendung ohne Themavokal direkt an die Wurzel bekommen;

b)  Mischform zwischen den starken und schwachen Verben sind;

c)   Prät. und Part. Prät. mittels t- Suffix ohne Ablaut bilden;

d)  alle schwachen Verben.

 

§       Das ahd. Verb hatte solche Genera:

 

a)   Mediopassiv, Passiv;

b)  Mediopassiv;

c)   Aktiv;

d)  Passiv.

 

§       „Schwach“ dekliniert werden im Ahd.:

 

a)   n-Stämme, Maskulina, Neutra;

b)  n-Stämme, Maskulina, Neutra; Feminina;

c)   n-Stämme, Maskulina;

d)  n-Stämme, Neutra.

 

§       Zur ô-Deklination gehören:

 

a)   Feminina;

b)  Maskulina, Neutra;

c)   Feminina, Maskulina, Neutra;

d)  Maskulina.

 

§       Substantive, deren Flexionsendung ohne Thema an die Wurzel tritt, heißen:

 

a)   i-Stämme;

b)  u-Stämme;

c)   Wurzelnomina;

d)  a-Stämme.

 

§       Das Adjektiv luzzil wird ___ gesteigert:

 

a)   regelmäßig;

b)  unregelmäßig;

c)   stark;

d)  scwach

 

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